im Kreis Segeberg

über uns

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Im Juni 2002 schlossen sich 15 Einrichtungen, Personen und Verbände, die an der psychiatrischen Versorgung beteiligt sind, zum Gemeindepsychiatrischen Verbund (GPV) im Kreis Segeberg zusammen.

Mittlerweile ist der GPV auf 18 Mitglieder angewachsen. Im Segeberger Versorgungsnetz der psychiatrischen und psychosozialen Arbeit befinden sich etwa 2300 Menschen, die in verschiedensten Wohn- und Beschäftigungsformen und Kliniken betreut, begleitet und behandelt werden.

Die Ziele, denen sich der GPV auf seiner Gründungsveranstaltung am 26.06.2002 verpflichtete, werden im Prinzip der gemeinsamen Verantwortung für die Gewährleistung und Ausgestaltung der Hilfen für psychisch kranke und behinderte Menschen deutlich.

Aus den Leitlinien, die der GPV für seine Arbeit als richtungsweisend ansieht, ergeben sich klare Aufgabenstellungen für die Mitglieder.

Vornehmliches Ziel in den ersten beiden Jahren des GPV war die Stärkung der Menschen mit Psychiatrieerfahrung: Sie an den Prozessen der psychiatrischen Versorgung beteiligen, mit ihnen in den Dialog gehen und nicht über sie entscheiden.

So entstand etwa die GPV Arbeitsgruppe der Psychiatrieerfahrenen, die quartalsweise zusammen kommt und Vertretungen in den GPV und in den Arbeitskreis gemeindenahe Psychiatrie entsendet.

Themenzentriert wird mittlerweile von einer etwa 20 Personen starken Arbeitsgruppe gearbeitet: Behandlungsvereinbarungen, Anti-Stigma-Kampagne, Beschwerdesysteme und der regelmäßige Austausch mit der versorgenden Klinik, dem Psychiatrischen Zentrum Rickling, bestimmten die Sitzungen.

Die Mitglieder des GPV stärken diese Arbeitsgruppe u.a. mit regelmäßigen Fahrdiensten zum Sitzungsort.

Als ein weiterer wichtiger Baustein in der psychiatrischen Versorgung des Kreises konnte am 01.06.2004 die Beschwerdestelle des Kreises Segeberg ihre Arbeit aufnehmen. 15 Monate dauerte der Prozess vom Zeitpunkt der Auftragserteilung durch den Arbeitskreis Gemeindenahe Psychiatrie an den GPV, eine Beschwerdestelle auf den Weg zu bringen, bis zur konstituierenden Sitzung der Beschwerdestelle.

Zehn Mitglieder bestehend aus Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen, engagierten BürgerInnen und Fachkräften aus der psychiatrischen Versorgung nehmen sich seit nunmehr vier Monaten der Beschwerden, Wünsche und Anregungen an.

Der GPV-Leitlinie zur Qualitätssicherung und –entwicklung entsprechend, verpflichteten sich alle Mitglieder zur mannigfaltigen Unterstützung der Beschwerdestelle und formulierten das Ziel, in allen GPV-Einrichtungen interne Beschwerdesyteme vorzuhalten.

Die Vernetzung und Kooperation der im Kreis Segeberg tätigen Einrichtungen und Kostenträger ist eine der Hauptaufgaben des GPV. Ein gegenseitiges Kennenlernen der unterschiedlichen Einrichtungen und ihrer Konzeptionen stand in den Anfangszeiten des GPV im Vordergrund – nun wird an gemeinsamen Fortbildungen und trägerübergreifenden Konzepten gearbeitet.

Auch Bedarfe und Lücken im System der gemeindepsychiatrischen Versorgung zu benennen, ist Aufgabe des GPV:

Die ambulante und teilstationäre Versorgung von gerontopsychiatrischen KlientInnen müsste um adäquate Angebote (z.B. Tagesstätten) ergänzt werden. Ebenso die Versorgung älter gewordener psychisch erkrankter Menschen, die nicht mehr erwerbsfähig sind, jedoch dringend einer Tagesstrukturierung bedürfen.

An Angeboten im Wohnbereich und Therapieplätze fehlt es in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit psychischer Erkrankung.

Und für Menschen mit geistiger Behinderung und zusätzlicher psychiatrischer Krankheitsbilder sieht der GPV Bedarf an ambulanten Therapieplätzen.

Der Kreis Segeberg sieht für das kommende Jahr eine Psychiatrieplanung vor. Hier bietet sich der GPV als kompetenter Partner an.

Kontakt:  andrea.kunze@Kreis-Segeberg.de - GPV-SE 23795 Bad Segeberg, Kreishaus,  Hamburger Str. 30
Tel: 04551 951 291  -  Fax: 04551 951 301    Andrea Kunze - Psychiatrischer Dienst